N A T U R W E S E N
 


—---- Home


- Elemente
----Erde
---- Wasser
---- Feuer
---- Luft
---- Äther

- Naturwesen
-- das kleine Volk
----Berge
----Wiesen
---- Wälder
----Sümpfe
----Flüsse/ Seen
----Quellen

- Pflanzen
-----Baumdryaden
-----Blumenelven

- Pilze

- Steinwesen


----- - Kontakt

—----- Links

—--- - Impressum

 

 
 

 

DAS

KLEINE

V
O
L
K

in

I
S
L
A
N
D


ISLAND

Ich stehe mit zwei Freundinnen am Meeresrand
von Island.
Man vergisst hier die Zeit, es ist 24 Stunden hell,
und wunderschön.
Kommt, sage ich zu den beiden, ich zeige euch
Nun die mystischen, spirituellen Gegenden auf
Dieser Naturgeisterinsel.
Wir besteigen ein unsichtbares Gefährt, wie einen
Unsichtbaren Besen. Keine Angst, egal wie
Sehr es wackelt oder wir um die Kurven schießen,
wir fallen nicht herunter sondern sind fest verankert
durch eine Zauberaura, die um uns alle und den Besen
schwingt. Wie etwas festere Luftmaterie, so klatscht
die Luftzirkulation einfach an der Schutzaura ab,
wir empfinden keine Kälte, spüren keinen Wind,
sind geborgen und uns ist warm.
Los geht's - gleich hinauf in die Wolken und
Mit tobendem Getöse hinabgeschossen in das Meer.
Nass werden wir nicht - Schutzaura sei Dank:.
Die Meereswelt ist hier sehr mystisch, leichtes türkises
Wellenwasser, Wasserkristalle sind als Orakelfiguren
Sichtbar und reflektieren die Sonne in den schönsten
Regenbogenfarben. Wenn die Meereswelle umschwingt
Sieht es für einen kurzen Moment auch aus wie
Ein Unterwasserregenbogen.
Fische sehen wir keine, betrachten rein das
Naturspektakel unter dem Meer.
Der Sand schwingt wie eine Schlange hinter
Uns her, vor uns eine Lichtspirale, ein
Sog und wir sind hineingezogen.
Plopp und eine andere Welt in Island wird
Sichtbar - nun fliegen wir über die Eiswelt.
Tolle Gletscher, Eisskulpturen.
Jedem von uns fällt eine andere Figur auf.
Als ob die Figuren andere Wesen zeigen
Die sich uns zuwenden.
Und wieder sind wir hoch in der Luft,
schießen nach unten und gleiten sanft
über die grandiose Mooswelt.
Wir strecken die Hände nach unten,
um das Moos zu berühren. So weich,
so anschmiegsam..
Ein atemberaubend leuchtender Grünton
Umspiegelt das Moos. Felsen verzieren
Die Gegend, aus deren Felshöhlen
Kleine Augen blitzen, die uns
Neugierig nachschauen.
Oh, nun straucheln wir etwas durch dichtes Geäst,
wie ein Gebüsch. Blätter, Äste umspielen uns..
Abrupt halten wir, vor uns baut sich eine Art
Barrikade aus Wurzelgeflecht auf, es ist unmöglich
Hindurchzukommen.
Ich öffne die Arme, klimpere mit den Fingern
Und mache leise Klicklaute mit der Zunge.
Die Wurzelenden beginnen sich auseinander zuziehen,
immer mehr an die Seite. Eine kleine Öffnungsluke
entsteht. Hier steigen wir von unserem Zauberbesen
ab und gehen durch die Öffnung.
Eine neue Welt tut sich auf.
Hinter uns schließt sich der Eingang auf gleiche
Weise wieder, bis er sich in die neue Umgebung
Eingeflochten hat und mit bloßem Auge
Nicht mehr als Tor zu erkennen ist.
Was sind das nur für lustige Töne, Laute, Geräusche?
Es geschieht so viel buntes Treiben vor uns,
das wir gar nicht wissen, wo wir unseren Blick
zuerst zuwenden sollen.
Die Tiere sehen hier anders aus, teilweise
Kleine süße, aber auch bedrohlich wirkende
Geschöpfe. Wir sind in einem kleinen Walddorf
Gelandet, alles Naturhäuschen. Mal in Hügeln,
mal in riesigen Bäumen, mal in Stroh- und
Holzhüttchen erstreckt das Dorf sich
In der schönsten Natur, die das Auge
Größer werden lässt, so schön ist alles.
Etwas verdattert stehen wir drei herum,
eine kleine, alte Gestalt kommt auf uns zu.
Jetzt erst fällt mir auf, das die Wesen
Hier generell ziemlich klein sind,
ich nenne sie einfach mal das "kleine Volk".
Viele sind ganz interessant gekleidet, mal
Übertrieben bunt, mal nur aus Natursammelsurien,
mal in mittelalterlichen Trachten trollen sie
an uns vorbei. Kinder spielen mit Babydrachen
und lernen fliegen.
Der kleine Mann stellt sich uns als Vater Numbu
Vor. Allein mit seinem Auftreten, seinem Wesen
Haben wir große Ehrfurcht vor ihm, es ist der
Dorfweiseste. Was auch "Dorfältester" bedeutet.
Er führt uns eine Weile durch den Ort,
zeigt uns so manche seltsame Gerätschaft.
Eine großgewachsene Frau kreuzt meinen Weg,
sie lächelt mich an, von ihr geht eine innere Ruhe
und Präsenz aus, als wäre ich gerade einer Art
Engelwesen oder Fee begegnet. Sie trug ein leichtes
Leinenkleid, das Weiß leuchtete noch weiter in der
Luft, als sie bereits weg war.
Gerade werden wir in die Gelehrtenküche geführt.
Eine meiner Freundinnen ist gleich völlig
Energetisch bedudelt und würde am liebsten
Hier und sofort gleich alles in sich an Wissen
Einsaugen. Alle Heilkräuter, Energien, Meisterbücher,
alten Schriften und magischen Pflanzen befinden
sich hier mit in dem eigenen Pflanzenhäuschen -
und aufbereiteten Gläsern.
Mörser, Tröge, Töpfe, und andere Reliquien stehen
Bereit, die ich aber auf den ersten Moment nicht
Zuordnen kann, da ich diese nicht kenne.
Nun unterhält sich diese Freundin gleich angeregt
Mit dem Mütterchen, einer alten Kräuterfrau mit
Langen grauen Haaren, die anscheinend hier
Das Sagen hat und absolut alles Wissen über
Die Natur, die Wesen und aller Fragen
In sich gesammelt hat. Sie sammelt gerne,
denn sie hat alles sorgsam gestapelt, durch
sie entstehen neue Energien und Leben.
Sogleich bringt sie der Freundin etwas über
Pflanzenheilkunde bei - ein bestimmtes Themengebiet was
Die Freundin sehr interessiert und ich hier
Nicht weiter darauf eingehen möchte.
Ich und meine andere Freundin sind
Noch etwas gelassener. Der Flug und
Das Erlebte haben entsprechenden Eindruck
Hinterlassen, wir sind erschöpft und bitten
Vater Numbu um einen Schlafplatz.
Wir werden in ein schönes Holzgeflochtenes
Zimmer aus hellem Holz gebracht.
Bettkajüttchen stehen bereit, mit schönen
Holzschnitzereien an den Enden.
Leider für uns beide etwas zu klein geraten,
zum Glück lassen sich die Betten am Ende
auseinanderziehen.
Riesige Kräuterkissen und gut duftende
Bettwäsche sind aufgehäuft, und wir
Mummeln uns in diese absolut
Urmütterlich friedlichen Betten,
schlafen erst mal eine Runde.
Die Kissen nehmen für jeden
Die Duftrichtung an, die der Körper
Oder mal die Seele benötigt, wir
Gönnen uns so einen Heilschlaf.
Meine Freundin ist mit wohlwolligem
"Ahh.." sofort weggeduselt, wie es
aussieht massiert die Bettdecke
Ihren Rücken, und leichtes ätherisches,
warmes Öl tritt aus den Enden aus
und verteilt sich auf ihrer Haut.

Über diesen herzerfrischenden Anblick muss
Ich so lachen, dass ich von den tiefen Atemzügen
Einen großen Schwung Kräuterduft
Abbekomme, binnen einer Sekunde
in den tiefsten Shpären schwebe und
selbst in einen festen Schlaf gefallen bin.
Mache erst wieder die Augen auf, als mich
Klopfenderweise eine Weidenbaumdeva
Am runden Fensterchen aufweckt, indem
Sie mir mit ihren verlängerten Zweigen
Die Bettdecke wegzieht und sagt:
"So Schlafmütze, genug ausgeruht,
jetzt kommst erst mal zu mir auf nen frischen
Weidenrindentee und ich zeig dir etwas von meiner Welt".
Schon eigenartig, so tief und fest hab ich
Zuletzt als Kind geschlafen.
Wir erfahren in der Zeit, die wir bei
Dem kleinen Volk und den Naturwesen
Verbringen alles, was wir wissen möchten.
Über mehrere Jahre leben wir dort,
entwickeln uns weiter.
Nun ist es an der Zeit das gelernte
Umzusetzen, und wir begeben uns
Wieder auf den nach Hause - Weg.
Oder sollte ich besser sagen,
auf den Weg in die Nichtreale
Wirklichkeit, zu den anderen
Menschenwesen.
Zu Hause haben wir uns alle
Drei auf Island gefühlt.
Es ist kein Abschied für immer,
von Vater Numbu bekomme
ich, bevor wir durch das Wurzeltor
gehen noch einen Holzschlüssel
in die Hand gedrückt, mit einem
Keltischen Symbol am Schlüsselende.
(ich vermute zumindest, das es keltisch
ist, auf jeden Fall ist es schön geschnörkselt
am Ende, als zeige es eine mit allem verbundene Einheit.
Er dient als Symbol-Erinnerung für diese Welt.
Wann immer wir wollen haben wir nun auch
"vereinzelt" über diesen Schlüssel sofort Zugang
und müssen nicht erst zu dritt nach Island reisen,
um mit unserer "dreier"-Schwingung den Blick
fürs Übernatürliche zu bekommen.
Ich, neue Schlüsselhüterin und meine
Beiden glücklich belehrten Freundinnen
Treten aus der magischen Welt hinaus,
und stellen fest, das von dem Zeitpunkt,
als wir die Menschenwelt verlassen
hatten nur ein paar Erdensekunden
vergangen sind.
Das finden wir drei nun so genial,
das wir beschließen immer mal wieder
wenn wir auftanken wollen oder
Antworten suchen, unser kleines Volk
Zu besuchen, ein paar Jahre dort Urlaub
Zu machen und frisch aufgetankt,
ein paar Sekunden älter auf der Erdenwelt
unseren Alltag zu beschreiten.

Es wird nur nie wieder der selbe Alltag
Sein den wir vorher auslebten, dies
Ist uns dreien, indem wir uns umarmen,
und Hand in Hand
- mit dem Urwissen der Erde -
über die Felder gehen, ohne ein Wort zu sagen,
sofort klar.

© Sabine Kohse